Zur REGIOALBJOBS.de Hauptseite

Was bedeutet eigentlich Vertrauensarbeitszeit?

Vertrauensarbeitszeit zählt schon seit langem zu den beliebtesten Arbeitszeitmodellen. Kein Wunder: Immerhin ermöglicht sie maximale Flexibilität im Arbeitsalltag. Aber wie funktioniert das eigentlich in der Praxis? Was unterscheidet Vertrauensarbeitszeit von Gleitzeit – und fällt bei der Arbeit auf Vertrauensbasis die Zeiterfassung automatisch weg?

Das Team von REGIOALBJOBS.de hat drei der häufigsten Fragen zum Thema Vertrauensarbeitszeit für Sie beantwortet.

1. Was unterscheidet Vertrauensarbeitszeit von „klassischer“ Gleitzeit?

Beide Modelle ermöglichen flexible Zeiteinteilung im Arbeitsalltag, allerdings in unterschiedlichem Ausmaß. Im klassischen Gleitzeitmodell kann der Arbeitnehmer zumeist bestimmen, wann sein Arbeitstag beginnt und endet. Bei der Zeiteinteilung gibt es aber die vom Arbeitgeber festgelegte Kernzeit zu beachten, um die herumgeplant werden muss. Bei der Vertrauensarbeitszeit fällt diese Kernzeit weg: Hier dürfen alle Stunden – innerhalb eines gewissen Rahmens – frei gelegt werden.

2. Wie frei ist die Einteilung der Arbeitszeit?

Wer Vertrauensarbeitszeit hat, kann sich seine Arbeitszeit weitestgehend frei einteilen– vorausgesetzt, er hält drei wichtige Vorgaben ein:

  • Aufgaben müssen termingerecht erfüllt werden. Ist eine E-Mail dringend, muss sie zeitnah verschickt werden, aber wenn eine Aufgabe nicht eilt, kann sie genauso gut am Vormittag wie am späten Abend erledigt werden.
  • Die im Arbeitsvertrag vereinbarten Stunden müssen erbracht werden. Ist z.B. eine Wochenarbeitszeit von 40 Stunden vereinbart, müssen diese aber weder gleichmäßig noch auf feste Arbeitstage verteilt werden: Hauptsache, die Summe stimmt am Ende.
  • Der Arbeitnehmer hält die gesetzlichen Vorgaben zu den Arbeitszeiten selbstständig ein. Das bedeutet, dass auch in Vertrauensarbeitszeit maximal zehn Stunden pro Tag gearbeitet werden dürfen und spätestens nach sechs Stunden eine Pause fällig ist.
 

3. Schließen sich Vertrauenszeit und Zeiterfassung gegenseitig aus?

Keineswegs: Zeiterfassung lässt sich auch mit Vertrauensarbeitszeit kombinieren, etwa mit Apps oder digitalen Stechuhren, über die sich Arbeitnehmer flexibel und von überall her einloggen können. Die freie Zeiteinteilung leidet nicht unter einem solchen System und gleichzeitig haben alle Beteiligten mehr Sicherheit, weil klar ist, dass die vereinbarten Arbeitsstunden geleistet und die gesetzlichen Vorgaben zu Arbeits- und Pausenstunden eingehalten werden.

💡 Weiterlesen & mehr erfahren

Wir liefern Tipps, Tricks und spannende Insights zu Themen aus dem Berufsleben direkt in Ihren Newsfeed. Folgen Sie uns auf LinkedIn, Facebook und Instagram – und entdecken Sie auf REGIOALBJOBS.de die Top-Arbeitgeber der Region.

Folgen Sie uns auf Social Media:

Weitere Blogbeiträge

(Un-)Zufriedenheit im Job: Das Honeymoon-Hangover-Modell

Die ersten Wochen im neuen Job zeichnen sich meist durch ein Gefühl der Euphorie aus: Hier beginnt etwas Neues, etwas Großartiges … oder etwa doch nicht? Ist die erste Begeisterung erst einmal verflogen, kann die Stimmung schnell kippen. Im Extremfall so stark, dass noch innerhalb der ersten 100 Tage die Kündigung folgt.

In der wissenschaftlichen Literatur zu diesem Thema ist oft von „Honeymoon“ und „Hangover“ die Rede – von den Flitterwochen und der Katerstimmung danach.

Aber was bedeutet das ganz konkret?

Weiterlesen »

Ein Elektroniker erzählt

Was lernt man eigentlich in der Ausbildung zum Elektroniker für Geräte und Systeme? Welche Fähigkeiten sollte man dafür mitbringen und wie sieht ein typischer Ausbildungstag im Betrieb aus?
Die GEA-Redaktion hat nachgefragt – und zwar bei Fabian Schulz. Er macht derzeit bei der Robert Bosch GmbH in Reutlingen seine Ausbildung und hat uns Einblicke in seinen Alltag gegeben.

Weiterlesen »

Nachhaltigkeit im Klinik-Alltag: Zu Besuch bei den Kreiskliniken Reutlingen

Nachhaltigkeit ist in aller Munde – auch Berufseinsteiger interessieren sich zunehmend dafür, ob der zukunftsorientierte Umgang mit Ressourcen bei einem Unternehmen ein Thema ist. Dass sich die Kreiskliniken Reutlingen da nicht verstecken müssen, zeigt ein Gespräch mit Verantwortlichen, das hier beispielhaft für die Anstrengungen im Gesundheitswesen und insbesondere von Klinikbetrieben sei, die bekanntlich besonders viel Nachwuchs suchen und sich um Attraktivität bemühen.

Weiterlesen »

„Wichtig ist, sich gegenseitig zu helfen.“

Berdan Özüpekce hat Bock auf Papier. Deswegen hat er sich nach einem Praktikum dafür entschieden, Papiertechnologe zu werden. Jetzt ist er bereits im zweiten Lehrjahr. Papier sieht er dabei mehr als genug: die beiden Maschinen, die er überwachen soll, produzieren hunderte Tonnen am Tag. Pro Maschine täglich eine Papierbahn, die so lang ist wie die Strecke von Flensburg nach München. Die Maschinen stehen natürlich in einer Papierfabrik.

Weiterlesen »

Wie digital ist Ihre Personalabteilung?

Effizientere Bewerbungsprozesse, wirkungsvolles Employer Branding im Internet und Personalentwicklung auf Distanz: Auch für die Personalabteilung birgt die Digitalisierung im Unternehmen großes Potenzial. Wie viel davon bislang ausgeschöpft wird, steht allerdings auf einem ganz anderen Blatt.

Weiterlesen »