
Für unsere Reihe „Level up!“ haben wir Auszubildende, Studierende und Young Professionals aus der Region Neckar-Alb gefragt, welche Level sie auf dem Weg ins Berufsleben schon durchgespielt haben. Heute erzählt Tim Gerbert (23), warum seine Ausbildung einen wichtigen Schritt auf dem Weg ins Studienfach seiner Träume darstellt.
Lieber Tim, Du wusstest schon als Kind: Du willst zum Film.
Aber nicht als Schauspieler, sondern als Regisseur! Meine ersten Kurzfilme habe ich in der Schulzeit gedreht. Als es aufs Abitur zuging, habe ich mich ganz bewusst dafür entschieden, die Fachhochschulreife auf dem IB Bildungscampus Reutlingen mit Schwerpunkt Medien und Design zu machen. Das waren zwei echt tolle Jahre, in denen ich viel Praktisches ausprobieren konnte und die mir gezeigt haben, dass ich auf dem richtigen Weg bin.
Heute bist Du angehender Mediengestalter Bild und Ton. Was lernt man in dieser Ausbildung?
Wir erstellen Bild- und Tonprodukte, z.B. Hörspiele oder Beiträge fürs Fernsehen. Ein bisschen redaktionelle – also inhaltliche – Arbeit gehört da natürlich auch dazu, aber insgesamt ist es ein eher technischer Beruf. Wir sind die, die vor allem hinter den Kulissen unterwegs sind und dafür sorgen, dass von der Konzeption über die Aufnahme bis zur Postproduktion alles rund läuft.
Im Juli 2025 machst Du Deinen Abschluss. Danach soll es aber in eine andere Richtung weitergehen.
Für mich stand von Anfang an fest, dass diese Ausbildung eine Station auf meinem Berufsweg wird – denn mein eigentliches Ziel ist Filmregie. Für die Bewerbung an einer Filmakademie ist es aber ein großer Vorteil, wenn man die Ausbildung zum Mediengestalter Bild und Ton mitbringt. Das bedeutet schließlich, dass man sich drei Jahre lang mit den Abläufen beschäftigt hat. Und gerade das technische Know-how ist auch für Regisseure extrem praktisch, finde ich.
Wer sich einen Eindruck von Deinen Filmen verschaffen möchte, kann »Dû bist mîn, ich bin dîn« online sehen.
Dieser Kurzfilm ist seit kurzem auf YouTube – den Link gibt’s am Ende dieses Interviews. Er war meine erste größere Produktion und erzählt von einem Jungen, der im Mittelalter in Süddeutschland lebt. Was diesen Film besonders macht – auch für mich als Regisseur – ist, dass alle Dialoge auf Mittelhochdeutsch gesprochen werden, also in genau der Sprache, die man hier zu dieser Zeit gesprochen hat. Das macht das Mittelalter, das sich manchmal weit weg anfühlt, einfach noch einmal ganz anders lebendig.
📽 Zum Kurzfilm: https://www.youtube.com/watch?v=Y3Bd0euy7dM
📷 Foto: privat