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Freiwilligendienste: »Je früher die Bewerbung, desto größer die Auswahl«

Bis zum offiziellen Start des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) am 1. September ist es nicht mehr allzu lange hin. Für Kurzentschlossene gibt es aber noch einige freie Plätze, auch in der Region Neckar-Alb.

Mit 300 Plätzen allein im Landkreis Reutlingen ist der Internationale Bund (IB) der größte Anbieter von Einsatzstellen für FSJ und einigen im Bundesfreiwilligendienst (BFD). Als wir uns im Juli 2025 mit Annette Lampert, der Bereichsleiterin IB Freiwilligen-Reutlingen, unterhalten haben, war hier allerdings erst die Hälfte der Stellen besetzt. Die Tendenz, dass Schulabgänger sich erst spät bewerben und oft nicht zum 1. September in ihren Freiwilligendienst starten, beobachtet sie schon seit einigen Jahren. »Das macht unsere Planung, die Organisation der Seminare und die Abläufe in den Einsatzstellen aufwändiger, als wenn – wie früher – die allermeisten am 1. September starten würden«, sagt Lampert.

🔹FSJ als Notlösung? Keine gute Idee!🔹

Ideal ist der späte Start ins FSJ nicht. Im aktuellen Jahrgang sei es mit einigen Freiwilligen schwierig gewesen, die sich erst im Winter oder Frühjahr für ein FSJ entschieden hatten – als Notlösung sozusagen. Viele von ihnen hatten sich offenbar etwas anderes vorgestellt, als sie dann in ihrem FSJ-Alltag erlebten. »So haben wir leider eine deutlich höhere Abbruchquote als in früheren Jahren«, fügt Lampert hinzu. 

Aus diesem Grund sei es empfehlenswert, rechtzeitig und ohne Druck nach einer geeigneten Einsatzstelle zu suchen. Im Idealfall hospitieren Interessierte einen Tag, bevor sie sich für eine Stelle entscheiden. Dann merken sie unter Umständen gleich, wenn ihnen der Einsatzort gar nicht liegt. Außerdem gilt: »Je früher man sich bewirbt, desto größer die Auswahl.«

🔹Ein positives Fazit🔹

Auch wenn nicht immer alles von Anfang an rund läuft, profitieren auch in diesem Jahr

wieder viele junge Menschen von den Erfahrungen in ihrem Freiwilligendienst – für ihre Persönlichkeitsentwicklung ebenso wie hinsichtlich ihrer Berufsfindung. »Während an Stammtischen und anderswo immer wieder Stimmen laut werden, wie schlecht es um ‘die Jugend heutzutage’ steht, erleben wir jedes Jahr sehr viele Beispiele, wie junge Menschen sich höchst motiviert und für ein minimales Taschengeld für andere Menschen und die

Gesellschaft engagieren«, stellt Annette Lampert fest.

💡 Über diesen Beitrag

Dieser Text zeigt für #REGIOALBJOBS adaptierte Ausschnitte aus dem von Mirjam Sperlich (GEA) verfassten Artikel »Wertvolle Zeit mit reichen Inhalten«, der erstmals im Juli 2025 im Rahmen einer Sonderveröffentlichung zum Thema »Freiwilligendienst FSJ und BFD« im @reutlingergeneralanzeiger erschien.

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